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Neuigkeiten

Nässjö - Ein Reisebericht

20.05.2014 -
Pippi Langstrumpfs Schweden hautnah ...

Schweden, wie man es von Pippi Langstrumpf kennt: viel Wald, viel Sonne und überall sehr entspannte, aufgeschlossene Menschen. In Nässjö – unweit der Heimat von Astrid Lindgren, in deren Nähe auch zwei unserer Schüler in Familien untergebracht waren – haben wir dies alles neun Tage lang erleben dürfen.

Zusammen mit einer weiteren Gruppe unserer Schule, deren Ziel die kleine Küstenstad Båstad, ebenfalls in Südschweden, war, ging es am Dienstagmorgen um 05:00 Uhr in der Früh los. Durch zwei Fährunterbrechungen, die auf dem Weg lagen, wurde die auf den ersten Blick lange Busfahrt von 14 Stunden sehr kurzweilig. Bei Ankunft in Nässjö am Brinellgymnasium gegen 19:00 Uhr wurden wir von den Gastfamilien sehr freundlich empfangen. Die 19 Schülerinnen/Schüler machten sich schnell persönlich bekannt, nachdem schon im Vorfeld Kontakte über soziale Netzwerke geknüpft worden waren.

In den folgenden Tagen erlebten die Schülerinnen/Schüler zusammen mit ihren Gastgebern den schwedischen Schulalltag einer großen Oberstufe, deren größter Unterschied sicherlich in der Selbstorganisation des Tagesablaufes und – sehr zur Freude vieler Schülerinnen/Schüler – in der Tatsache bestand, dass dort alle Jugendlichen einen eigenen Schul-Laptop besitzen. Aber auch abseits der Schule erlebten unsere Jugendlichen nicht nur am Wochenende viel schwedischen Alltag, unternahmen mit ihren Gastgeschwistern die verschiedensten Aktivitäten und haben sicherlich auch die eine oder andere „fika“, die typisch schwedische Kaffeepause, erlebt.

Der Montag stand ganz im Zeichen der Holzwirtschaft, die für diese Region ein wesentlicher und prägender Wirtschaftszweig ist. Zusammen mit den Gastschülerinnen/-schülern, wurde die Prozesskette von der „Holzernte“ bis hin zur Produktion von Holzhäusern jeweils vor Ort besucht. Also hieß es zunächst einmal, einem Harvester (eine riesige Holzfällmaschine) in einem Waldgebiet bei der Arbeit zuzuschauen. Als nächstes stand der Besuch eines der größten Sägewerke Schwedens auf dem Plan. Sehr beeindruckend! Hier werden die Stämme sortiert, getrocknet und zu den unterschiedlichsten Pfählen und Latten verarbeitet. Der Besuch der Holzhausfabrik, in der sämtliche Teile eines Hauses,  vom Boden über die Wände mit Fenster und Türen bis hin zum Dach, gefertigt werden, bildete den Abschluss eines höchst spannenden und informativen Tagesausfluges.

Begleitet von durchgehend strahlendem Sonnenschein, der selbst die Schweden am Wochenende zu T-Shirt und Shorts greifen ließ, hieß es am Mittwochmorgen Abschied nehmen. Angefüllt mit vielen neuen, schönen Eindrücken und mit einer leckeren Abschiedstorte im Magen ging es zurück nach Deutschland. Vielen Schülerinnen/Schülern erschien der Aufenthalt zu kurz; sie wären gern noch ein bisschen geblieben. Allen bleibt die Vorfreude auf den Gegenbesuch der Schweden im Herbst dieses Jahres, wenn es ein Wiedersehen mit ihren Austauschschülerinnen und -schülern des Brinellgymnasiums aus Nässjö in Wolfsburg geben  wird.
(Stn)