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Mexikos schönste Seiten - Ein Erfahrungsbericht von Hannah
Die türkisen Meere Mexikos, die weißen Strände, die vielfältige Kultur, das scharfe Essen, die bunten Städte, die gesprächigen Mexikaner, die riesigen Sombreros, der typische Tequila, die lauten und langen Fiestas,... das alles durfte ich, dank einer wunderbaren Familie, alles selbst miterleben. Und es lohnt sich auf jeden Fall, diesen Austausch mitzumachen, nicht nur für die Sehenswürdigkeiten, sondern viel mehr wegen der unbezahlbaren, einzigartigen Erfahrungen.
In diesem Bericht möchte ich über die atemberaubenden Sachen berichten, die ich schon erlebt habe. Und in dem nächsten über die Erfahrungen, Gefühle, aber auch über die Schwierigkeiten, die ich während meiner Zeit hier hatte. Ich hoffe, euch helfen meine Berichte, eure Entscheidung zu festigen. Sei sie positiv oder negativ. Vielleicht hat einer den Strand ja einfach nicht gerne oder ist noch nicht bereit, eine doch ziemlich lange Zeit auf sich alleine gestellt zu sein. Bei so einem Schritt muss man sich sicher sein, ob man ihn wirklich gehen möchte. In jedem Fall lege ich es trotzdem jedem ans Herz, einmal in seinem Leben ins Ausland zu gehen und sich intensiv mit diesem Land zu befassen. Und wenn man am Ende weiß, dass man nach Hause gehört und nicht in die große weite Welt, so ist man doch um die Erkenntnis reicher, dass man irgendwo anders nichts verpasst.
 
 
Das hier ist eine Liste der Orte, die ich schon besucht habe und über die ich schreiben werde. (Fett Geschriebenes sind Orte oder Museen, die ich besucht habe; kursiv markiert meine Highlights)
1. Puebla
2. Cholula
3. San Miguel de Allende, Guanajuato, Querétaro
4. México D.F.
4.1. Teotihuacán
5. Cancún
6. Veracruz
7. Huasca
 
1. Puebla
Das Erste was ich von Mexiko gesehen habe, war natürlich der Flughafen, aber das erste wirklich Sehenswerte war das historische Zentrum und Cholula. Das historische Zentrum von Puebla hat weder viele Geschäfte noch ist es besonders groß, wenn man bedenkt, dass diese Stadt fast 1,5 Millionen Einwohner hat. Dafür hat es die schönsten, persönlichen Geschäfte, die buntesten Ständchen und die Kathedrale, eines der Wahrzeichen Pueblas. Ich habe mit Pauli, meiner Austauschschülerin, und Bety, meiner Gastmutter, das Museum "Amparo" und die Bibliothek "Palafoxiana" besucht. Die Ausstellung des Museums zeigt die Geschichte von Mexiko. Es gibt von alten Vasen über Skulpturen bis hin zu tollen Darstellungen, wie zum Beispiel von typischen Nahrungsmitteln und Vergleichen von der kulturellen Entwicklung aller Kontinente, beinahe alles. In der Bibliothek war ein Mann, der uns alles erklärt hat. Er konnte sogar ein bisschen Deutsch, was mir am Anfang sehr geholfen hat. Die Ausstellung ist nicht groß, hat aber mehrere Etagen. Die Bücher, die es dort gibt, kann man nur mit einer Sondergenehmigung ausleihen. Viele sind auch auf Deutsch, weil in Deutschland der Buchdruck erfunden wurde. Die Kathedrale ist wirklich sehr groß und imposant. Der Platz davor ist von einem hohen schön verzierten Zaun umgeben. Das größte Tor, das zentral zum Eingang der Kathedrale liegt, wird nur geöffnet, wenn der Papst kommt! Die Restaurants dort in der Nähe sind sehr schön. Am liebsten mag ich die, die einen schönen Innenhof haben. Viele der Geschäfte um die Restaurants herum, haben ganz eigene Dinge, die typischen handgemachten Kissenbezüge, die blauen Tassen oder die Spielzeuge aus Holz. Von diesen Souvenirs werde ich jede Menge mit nach Deutschland bringen, für die ganze Verwandtschaft und meine Freunde. Am Rand von Puebla, gibt es so etwas wie einen Zoo, African Safari. Den haben wir einen Tag in den Weihnachtsferien besucht. Es ist kein normaler Zoo. Man fährt mit dem Auto einen staubigen Weg entlang, und auf der Fläche drum herum hocken die Tiere. An einer Stelle sind wir auch ausgestiegen und konnten dort ein bisschen umherlaufen. Das Beste dort war, dass wir uns Vogelfutterstäbe gekauft haben, und die Vögel kamen, um von den Stäbchen zu essen. An der Strecke, die wir zu Fuß gelaufen sind, haben wir auch ein Känguru gesehen. Es war umgeben von kleinen, aufgeregten Kindern. Das tat mir wegen des Stresses ein bisschen Leid, aber wahrscheinlich war es das ja gewöhnt.
 
2. Cholula
Cholula ist ein Teil des Staates Puebla (Municipio), der direkt neben der Stadt Puebla liegt. Es ist eines der sogenannten "Pueblos mágicos" und besteht aus bunten kleinen Häusern in bunten kleinen Straßen, umzingelt von bunten kleinen Märkten. Zwischen diesen ganzen kleinen bunten Sachen liegen 128 Kirchen. Im Jahr gibt es sehr viele Feste und Feiern. Das beschreibt den Charakter schon ziemlich passend, finde ich. Während meiner ersten Tage, haben wir uns dort direkt die Pyramide von Cholula und das Museum daneben angeschaut. Die Pyramide hat die größte Grundfläche der Welt. Davon sind heutzutage aber nur noch 20% zu sehen. Der Rest wurde zerstört oder ist überwachsen. In dem Museum wurde die ganze Geschichte von der Pyramide genau beschrieben und mit Modellen und Originalstücken, wie Werkzeuge und Krügen verdeutlicht. Mir gefällt Cholula richtig gut. Jedesmal, wenn man dort hingeht, findet man etwas Neues, eine neue schöne Ecke oder das 100. schöne Armband. Der Markt und die Geschäfte dort sind einfach so unglaublich schön! Eine Freundin von mir wohnte da, und man kommt wirklich nie durch dieses "Pueblo Mágico", ohne etwas zu kaufen. Besonders am Abend auf der Pyramide kann man sich nichts Schöneres vorstellen als genau dort zu sein, wenn die letzten Sonnenstrahlen hinter dem Berg verschwinden und direkt danach die Lichter von den Kirchen angehen. Das ist eines der Top-Dinge, die man machen muss, wenn man in Puebla ist. Allerdings sollte man sich auch immer einen starken Freund mitnehmen. Hier wird nämlich an jeder Ecke gesagt, dass es dort sehr gefährlich sein soll, obwohl ich selbst noch nichts davon mitbekommen habe.
 
3. San Miguel de Allende, Guanajuato, Quetétaro
Am ersten langen Wochenende haben wir gleich eine kleine Reise gemacht. San Miguel de Allende, Guanajuato und Quretétaro sind ungefähr drei Stunden mit dem Auto von Puebla entfernt. Bevor wir im Hotel angekommen sind, haben wir an einem Weinberg angehalten. Dort wurden uns die Plantagen und ein Weinkeller gezeigt. Allerdings habe ich am Anfang noch nicht so viel verstanden, aber meine Gastfamilie hat mir die wichtigsten Dinge zusammengefasst. Uns wurde auch beigebracht, wie man richtig Wein probiert. Erst die Lippen mit Wein befeuchten, aber noch nicht trinken, dann einen kleinen Schluck probieren und spüren, wie es sich im Hals anfühlt und der letzte ist dann wirklich ein echter Schluck, um sein Gesamturteil bilden zu können. Ich fand alles sehr interessant, nur schade, dass ich mit meinem Spanisch noch nicht so weit war. Nach der Führung sind wir in einen kleinen Ort in der Nähe gefahren. Auf dem Weg dorthin sind wir an einem der größten Steine der Welt vorbeigekommen. In dem Örtchen haben wir Mittag gegessen, und als wir schon fast wieder am Auto waren, haben wir ein großes lila Haus gesehen. Das war ein richtig tolles Geschäft, wo es die außergewöhnlichsten Marmeladen gab. Wir haben eine Nussmarmelade gekauft und das Exklusivste überhaupt, Rosenblätter mit Zucker! Auf dem Dach gab es eine Terrasse, und an der Mauer waren riesige Engelsflügel angebracht. Mit der bunten Stadt im Hintergrund sah das wunderschön aus. Kurz bevor wir endgültig gegangen sind, wurden wir in einen kleinen Raum direkt neben dem Eingang geleitet. Dort stand ein Baum mit ganz vielen verschiedenen bunten Kolibris. Jeder sollte sich einen aussuchen, und dann hat der Mann uns unseren Charakter, unsere Schwächen, Stärken und Werte gesagt. Das hat mich wirklich beeindruckt, vor allem, weil alles gepasst hat.
 
Den anderen Tag haben wir uns mit zwei Freuden in Queretaro getroffen. Wir sind die ganze Zeit im Zentrum umhergelaufen und haben die Läden unsicher gemacht. Am letzten Tag stand dann San Miguel de Allende an, das war für mich der schönste von den drei Orten. Sehr typisch für diese Stadt sind die Blumenkränze. Von denen haben wir uns dann auch direkt einen gekauft. Der ist jetzt zwar nicht mehr so frisch, an meiner Tür sieht er aber trotzdem noch richtig schön aus! Im Zentrum haben wir uns dann rumtreiben lassen und ein Spielzeug-Museum gefunden, Fotos mit riesigen Puppen gemacht und auf dem Rückweg die Aussicht über die gesamte Stadt genossen.
 
4. Mexiko D.F.
Das erste Mal, dass ich die Hauptstadt von Mexiko gesehen habe, war von oben aus dem Flugzeug. Außer einen großen Haufen Lichter war da noch nicht viel zu erkennen... Aber ziemlich bald sind wir dann wirklich nach Mexiko D.F. gefahren, während eines langen Wochenendes. Unser eigentliches Ziel war der Freizeitpark "SixFlags". Der ist ähnlich wie der "Heide Park". Alle Achterbahnen heißen wie Super Helden oder andere berühmte Figuren, zum Beispiel Superman, Batman, Medusa oder The Joker. Bei Batman fliegt man auf dem Kopf, und bei einer anderen richtig tollen "Achterbahn" ist man mit einem Wagen durch einen Tunnel gefahren, wo Projektionen ausgestrahlt wurden, und das war so gut gemacht, dass man nicht mehr wusste, ob der Wagen sich bewegt hat oder nur das Bild! Das ist eigentlich was für kleinere Kinder, nur gut, dass wir den 6-jährigen Cousin mithatten, sonst wären wir da gar nicht drauf gekommen J Aber wir haben es dann doch noch in ein Museum geschafft, das heißt "Soumaya". Man muss kein Eintritt bezahlen und das ganze Museum ist Privateigentum und hat Münzsammlungen, Bilder, Skulpturen und Elfenbein Sammlungen. Es gehört dem Momentan viertreichsten Mann der Welt. Das Museum hat er nach seiner Frau benannt. Zufällig haben wir dann auch noch Paulis Onkel mit Familie und die Oma und Opa getroffen.
4.1. Teotihuacán
Das zweite Mal, dass wir nach Mexiko Stadt gefahren sind, durfte ich eine Freundin mitnehmen. Wir sind morgens mit dem Auto losgefahren und haben uns gemütlich in ein Café gesetzt und sind ein bisschen durch die Straßen gelaufen. In Mexiko direkt konnten wir aber nicht lange bleiben, weil unser Hotel etwas weiter weg war. Im Hotel haben wir die Cousine, die beiden kleinen Cousins und den Onkel getroffen. Richtig Hunger hatten wir nicht mehr, aber trotzdem sind wir noch nach unten, in das Restaurant gegangen, um einen Tee zu trinken. Der Mond an diesem Abend sah richtig schön aus! Er war viel größer als sonst und auch viel heller. Am nächsten Tag sind wir schon um 04:00 Uhr morgens losgefahren, um um 06:00 Uhr am Treffpunkt zu sein. Wir sind nämlich mit einem Heißluftballon über die archäologische Zone "Teotuhuacán" geflogen! Die Aussicht war unglaublich. Wir konnten den Sonnenaufgang sehen, der zusammen mit den anderen Heißluftballons, dem Nebel und den Pyramiden wunderschön aussah. Beim Landen haben wir mit leckerem Sekt angestoßen und uns eine Kette gekauft, die Sonnenstrahlen filtert. Ein kleiner Bus hat uns abgeholt und uns zu dem besten Frühstücksbuffet gebracht, das ich je gesehen und gekostet habe! Bis alle mit dem Essen fertig waren, vergingen ungefähr drei Stunden. Danach sind wir mit unserem Auto zu den Pyramiden gefahren. Ein Mann hat uns sehr viel zu den Kulturen, die dort früher gelebt haben, erzählt und am Ende sind wir sogar die Sonnenpyramide hochgestiegen! Es heißt, man tankt neue Kraft, wenn man bis nach oben klettert. Um bis zur Mondpyramide zu gehen, hat die Zeit leider nicht mehr gereicht, weil wir ja wieder zurück nach Puebla mussten.
 
4. Cancún
Im November hatten wir die erste Woche frei und die haben wir ordentlich ausgenutzt! Das war der schönste Urlaub, den ich in meinem Leben gemacht habe! Wir haben in einer Anlage mit vielen verschiedenen Hotels gewohnt, mit Restaurants, kleinen Geschäften und einem riesigen Pool. Dort haben wir auch einen ganzen Tag verbracht. Mit den Spielen, die dort angeboten wurden, dem Strand und natürlich hauptsächlich dem Pool, war das auch nicht sehr schwer. In diesen großen Hotelanlagen gibt es allerdings fast nur Amerikaner. Deswegen wurde ich als Blonde auch immer auf Englisch angesprochen und auch, wenn ich auf Spanisch geantwortet habe, wollten sie mich wohl weiter mit ihren Englischkenntnissen beeindrucken.
An den anderen Tagen haben wir uns weitere Städte und Strände angeschaut, aber die beiden besten Tage waren in Tulum und in dem Park "Xcart". In Tulum haben wir uns erst Ruinen von den Mayas angeschaut und danach sind wir zum Strand heruntergegangen. Wir konnten mit Schildkröten schnorcheln! Im offenen Meer sind wir von einem kleinen Boot runtergesprungen und unser Leiter ist vorausgetaucht. Eigentlich dachte ich, es kann gar nicht mehr viel schöner werden, nachdem ich die Korallen und kleinen bunten Fische gesehen habe, aber dann ist, obwohl keine Schildkrötenzeit war, uns doch glatt eine vor die Nase geschwommen. Sie ist direkt unter uns aus dem nichts gekommen und wir konnten sogar einmal flüchtig ihren Panzer streifen. Und als ob das noch nicht genug war, haben wir später noch eine andere gesehen und kurz bevor wir wieder zurück auf das Boot sind, ist auch noch ein Rochen unter uns am Boden vorbeigeglitten. Der Leiter ist dann noch mit uns an der Küste entlanggefahren und hat uns die Ruinen erklärt, die man vom Land aus gar nicht sieht. Da man nach dem Schwimmen immer unbedingt was zu essen braucht, haben wir uns gedacht, suchen wir doch was in der Nähe. Keine 10 Minuten später haben wir das Schild entdeckt, was uns den Weg zu einem ganz leckeren Restaurant beschrieben hat. Leider hatte es gerade angefangen, wie aus Eimern zu gießen und das Gewitter hat auch nicht lange auf sich warten lassen. Unsere ganzen Sachen waren vom Boot eh schon nass und der Rest jetzt spätestens vom Regen. Das hat uns aber nicht aufgehalten "schnell" ins Restaurant zu laufen. Durch den Wald beziehungsweise durch eine dichte Böschung hinter dem Strand, haben wir das Restaurant erwartet, aber nein, der Lichtschimmer war ein Zelt! Also sind wir weitergelaufen, über Wurzeln gestolpert, haben uns im Gebüsch verheddert und sind schließlich am Strand gelandet. Dort haben wir dann auch sofort unser Abenteuer berichtet und mitleidige und bewundernde Blicke geerntet. Allerdings hat uns das überhaupt nicht geholfen, weil uns die Köchin dann erzählt hat, dass die Küche vor 10 Minuten geschlossen hatte. Was für eine Enttäuschung. Da hat auch ein ganz liebes Bitten nicht geholten. Wenn die Küche zu ist, dann ist sie zu. Durch das Gebüsch wollten wir uns allerdings nicht noch einmal schlagen, also haben wir nach dem Weg gefragt, der natürlich super einfach war. In dem anderen Restaurant habe ich dann mit Erlaubnis meiner Gastmutter meinen ersten offiziellen Tequila probiert.
An zwei anderen Tagen sind wir in Grotten geschnorchelt. Das war sehr schön! Die erste war dann im Vergleich zu den anderen beiden sogar unspektakulär. Wir haben uns ein Neoprenanzug und eine Schwimmbrille ausgeliehen. Mit unserer Ausrüstung sind wir dann Steintreppen heruntergestiegen und da habe ich schon gemerkt, dass es vielleicht doch ein bisschen kalt werden könnte. Das war es dann auch! Aber trotzdem war es unfassbar schön. Es gab zwei Arten von Fischen. Schwarze Katzenfische haben uns an den Füßen geknabbert. Das hat total gekitzelt, soll aber gesund sein. In einem anderen Gebiet gab es zwei Grotten. Die eine war ziemlich klein und dunkel und dort haben wir unglücklicherweise auch noch eine Schwimmbrille verloren. Die zweite Grotte war riesig und die schönste von allen. In dieser hatten wir sogar einen Führer, der uns den Weg gezeigt und alles erklärt hat. Es gab auch Stalagmiten und Stalaktiten. Mit der Taschenlampe konnten wir sogar unter Wasser alles perfekt erkennen. In einer Ecke war es so tief, dass man den Boden nur erahnen konnte und an anderen Stellen konnten wir uns hinknien. Kurz bevor wir wieder herausgegangen sind, hat uns der Leiter erklärt, dass es gesund sei, sich mit dem Sand einzuschmieren, weil dieser so fein sei. Kurz darauf saßen also sechs Matschmonster in einer Grotte und haben eine Gruppe von Rentnern erschreckt. Alles in Allem war das einer der besten Urlaube, die ich je gemacht habe.
 
5. Veracruz
Dieser Urlaub, war sehr spontan. Am Abend vorher hatten wir das Hotel gebucht und am nächsten Morgen ging es mit der Tante, den beiden kleinen Cousins, Paulis Mutter, meiner Cousine, die mich für 10 Tage besucht hat, und mir los. In dem Hotel hat die Familie früher immer übernachtet und ich habe mich schon total auf den Strand direkt vor dem Hotel gefreut, allerdings war davon nicht mehr viel über. Durch den steigenden Meeresspiegel, hat ein Meter nach der Mauer des Hotels das Meer angefangen. Die Sonnenschirme standen im Wasser und selbst dieser Meter "Strand" war bedeckt von großen Felsbrocken... Naja, dafür sind wir ca. 200 Meter weiter ins Wasser gesprungen und der Pool auf der Terrasse war sogar wärmer. Am zweiten Tag sind wir morgens super lecker frühstücken gegangen und danach direkt in ein Aquarium. Eines der tollsten Dinge, die ich hier in Mexiko gemacht habe, ist mit Haien in einem Aquarium zu schwimmen. Wir konnten ihnen an einem langen Plastikstab Fische geben und am Ende haben wir sogar noch eine Badehose geschenkt bekommen. Der Tag war noch nicht ganz vorbei und deswegen haben wir uns noch ein schönes Plätzchen am Strand gesucht. Wir sind Bananenboot gefahren, aber natürlich sind wir nicht heruntergefallen.
Eines der wichtigsten Dinge, die wir in Veracruz machen wollten, war uns ein Strähnchen flechten lassen. Wir hatten schon Angst, dass wir keine Frau mehr finden, die das macht, aber zum Glück ist dann doch noch eine vorbeigelaufen. Leider war das unser letzter Tag hier, aber am Abend sind wir selbstverständlich noch in ein Fisch-Restaurant gegangen.
 
6. Huasca
Diesen Ausflug haben wir mit der Tante, die Schwester von Paulis Mutter, ihrem Mann und ihren drei Kindern gemacht. Meine Gasteltern sind nicht mitgekommen, nur Pauli, Fernando, ihr Bruder, und ich. An dem Nachmittag, an dem wir angekommen sind, haben wir uns einen Wasserfall angeschaut, Los prismas basalticos. Dieser Wasserfall ist an einem ganz besonderen Ort. Die Steine, auf denen das Wasser aufgekommen ist, waren alle sechs- oder fünfeckige Säulen. Einige sind bis zu 40 m hoch! Dieser Platz ist entstanden, als vor mehreren Millionen Jahren ein Vulkan ausgerbrochen ist und durch den Druck die Erde zusammengeschoben wurde. Warum die Säulen in genau dieser speziellen Form aufgetaucht sind, weiß ich allerding auch nicht. Da wir auch noch etwas Anständiges in den Bauch bekommen mussten, außer die Schokolade, Chips und Säften im Auto, sind wir im Zentrum etwas leckeres Essen gegangen. Bis wir ein Restaurant gefunden hatten, konnten wir die Umgebung noch ein bisschen besser kennenlernen. Um die Kirche herum waren Menschen als Gnome und Trolle verkleidet, weil es in der Gegend viele Legenden gibt, die diese Fabelwesen beschreiben. Am nächsten Tag sind wir dann schon früh am Morgen losgefahren, um ein Museum zu besuchen, in dem man alles über Gnome und Trolle (auf Spanisch: Duendes) erfährt. Uns wurde erzählt, was die Zeichen dafür sind, dass man einen "Duenden" bei sich zu Hause hat:
 
  • Verflochtene Haare
  • Verschwundene Sachen
  • Regenbogen auf Fotos
 
 
Also, gut aufpassen, falls ihr plötzlich eine verfilzte Strähne bei euch entdeckt! Aber nicht hysterisch werden, diese Erscheinungen sind nämlich eigentlich ein gutes Zeichen. Sie stehen für verschiedene Sachen, zum Beispiel Freundschaft, Gesundheit, Erfolg oder Reichtum. Es gibt nur wenige, die wirklich böse sind. In dem Laden habe ich mir einen Stein gekauft, der schlechte in gute Energie umwandeln soll. Manchmal hilft es wirklich, habe ich das Gefühl, aber Einbildung ist ja auch eine Bildung :-)
 
Nach dem Museum habe ich ein wahres Abenteuer erlebt! Wir sind mit einer Seilrutsche über eine Schlucht gefahren. Die Tante, Fer, Pauli und ich haben uns getraut, und es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die Aussicht war unglaublich! Direkt vor Ort haben wir auch noch ein Eis gegessen. Ich hatte nämlich das Gefühl, ich zerschmelze jeden Augenblick. Da uns aber nur noch ein Tag blieb, haben wir auch gar nicht lange gerastet, sondern sind gleich weiter zum nächsten Event. Pauli, die kleine Cousine mit Tante und ich sind mit einem Pferdchen eine halbe Stunde durch die Walachei geritten. Selbstverständlich mit einem Leiter. Der Cousin und Fer sind in der Zwischenzeit mit Quads gefahren. Auf dem kleinen Platz nebenan haben wir gegessen und sind dann schließlich wieder zurück ins Hotel gefahren. An dem Abend wurden dann nur noch schnell die Sachen in den Koffer geschmissen und mehr war dann auch nicht. Am nächsten Morgen ging es gleich ins Auto und nach Hause.