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Ein „Hallo“… „Hola“… aus Puebla nach Wolfsburg :-)
Mein Name ist Tom und dies ist mein erster Bericht aus Mexiko.
 
Als ich am 15.08.2015 in Mexiko City am Flughafen ankam, wurde ich dort von meiner Gastfamilie sehr nett empfangen. Auf der Fahrt in mein "neues zu Hause" haben wir uns zum ersten Mal persönlich kennengelernt und ausgetauscht.
Da in meiner ersten Woche in Mexico noch Ferien waren, hatte ich die Gelegenheit meine Gastfamilie in Ruhe näher kennen zu lernen. Wir haben kleinere Ausflüge gemacht und waren mit Emilianos Freunden essen. So konnte ich schon einige Bekanntschaften machen und mich in das "Sprachgewirr" begeben. Dies half mir vor allem in den ersten Schultagen. Ich kannte schon einige Schüler, hatte mich mit dem Klima und der Sprache auseinandergesetzt und so fiel es mir nicht schwer, mich zu integrieren. Trotz allem war die erste Schulwoche eine große Herausforderung. Neue Lehrer, neue Klassenkameraden, ein anderes Schulsystem und damit verbunden auch neue Regeln und Abläufe. Die ersten Gespräche auf Spanisch waren schon ziemlich anstrengend, aber auch sehr interessant, lustig und informativ.
 
Ich bin mit Emiliano und meinem besten Freund Ferdinand in einer Klasse. Das finde ich sehr gut. So kann man sich austauschen und gegenseitig helfen. Die mexikanischen Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler sind im Allgemeinen sehr offen und nett. Mit einigen mexikanischen Schülern habe ich mich schon angefreundet. Wir schreiben in unserer Freizeit viel. Das hilft mein Englisch und Spanisch zu verbessern. Mein Lieblingslehrer ist Adolfo. Adolfo macht immer witzigen und informativen Unterricht in Biologie auf Englisch.
Es gibt an der Schule auch einige Sportangebote. Vorerst haben wir Austauschschüler uns für Boxen entschieden. Hier machen wir auch viel Krafttraining.
 
Nun noch ein paar Worte zu meiner Freizeitgestaltung mit meiner Gastfamilie. Bei der einen oder anderen Familienfeier habe ich auch die "erweiterte" Familie kennengelernt. Zum Beispiel wurde gleich am zweiten Wochenende die kleine Schwester von Emiliano getauft.
Am darauf folgenden Wochenende waren wir in Oaxaca, der Hauptstadt des Bundeslandes. Eine Stadt voller Kunst und Kultur. Besonders fasziniert hat mich ein 2000 Jahre alter Baum, der die verschiedenen Epochen dieser Zeit zeigt.
In Oaxaca leben die Großeltern von Emiliano väterlicherseits. Bei einem geselligen Essen konnte ich diese dann auch kennenlernen.
Am nächsten Tag haben wir uns auf den Rückweg nach Puebla gemacht. Selbst die Fahrt war sehr interessant.
Einen Ausflug nach San Nicolás haben wir am folgenden Wochenende gemacht. Das war sehr spannend. Ich habe viel von der Umgebung und der Natur gesehen und es gab traditionelles Essen.
 
Der Unabhängigkeitstag von Mexiko am 16.09.2015 war in zweierlei Hinsicht sehr interessant, spannend und schön.
Zum einen hatte Emiliano Geburtstag und zum anderen konnte ich miterleben, wie dieser Tag gefeiert wird. Und das tut man hier ausgiebig J. Wir haben uns alle schick angezogen, also mit Anzug, Hemd und Krawatte und waren im Rathaus von Puebla. Emilianos Stiefvater hat dort zu tun. Ich habe viele interessante Menschen getroffen. Es war echt cool.
Das folgende Wochenende verbrachten wir wieder in Oaxaca, wo wir traditionell mit dem anderen Teil der Familie Emilianos Geburtstag feierten. Einige seiner Freunde sind mitgekommen. Mein Freund Ferdinand durfte auch mit nach Oaxaca. Eine traditionelle mexikanische Band spielte im Haus der Großeltern von Emiliano. Es war sehr interessant zu hören, wie diese Musik macht und in welchem Stil. Da ich selbst Geige und Posaune spiele und mich sehr für Musik interessiere, war das natürlich ein tolles Erlebnis für mich. Doch auch dieses schöne Wochenende verging sehr schnell und wir sind wieder abgereist.
 
Am Donnerstag habe ich dann hier in der Schule eine Ausleihposaune bekommen und ausgiebig gespielt.
 
Am nächsten Tag war der Tag der Deutschen Einheit. Dieser wird groß von der Schule gefeiert. Zu diesem Anlass denken sich die Schülerinnen und Schüler verschiedene Choreografien und Programme aus. Am Nachmittag waren wir auf dem Geburtstag von einem Austauschschüler aus Göttingen. Dort haben wir Paintball gespielt und eine Menge Spaß gehabt. Das wichtigste beim Paintball ist, dass man strategisch vorgeht. Dies lernt man aber schon nach einigen Runden.
 
Den nächsten Tag war ich auf dem Berg Saboteco laufen. Von oben hat man einen wunderbaren Blick auf Puebla.
 
Die nächste Woche war eine ganz normale Schulwoche, außer dass schon die ersten Aufbauarbeiten für das Oktoberfest begannen. Das feiert man hier nämlich auch. Fortsetzung folgt ...
Viel Spaß beim Lesen! Euer Tom ✌